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Donnerstag, 26. November 2009

Unsortiertes

Hey,

an meinem Abendgymnasium gehts derzeit drunter und drüber. Dienstag hatten wir ein Gespräch mit dem Leiter der VHS gefordert.
Dies Gespräch kam so schnell zu Stande, dass in uns allen die Vermutung wuchs, das der Leiter ein richtig schlechtes Gewissen hatte. Das hat er uns (netterweise) dann noch bestätigt und uns durch die Blume mitgeteilt "haltet bloß die Klappe, sonst bin ich meinen Job los."

Er hat gesagt "Ja, ihr müsst mir da jetzt auch vertrauen dass ich das alles regle, genauso wie ich euch vertraue das ihr damit nicht an die Öffentlichkeit geht"

Innerlich dachte ich mir, "noch irgendwas, eine Kleinigkeit, ein Fehler ... und du bist RAUS".

Es würde zwar nicht für einen Artikel auf Netzpolitik.org reichen, aber immerhin für einen Artikel im lokalen Käseblatt.

Was aber reichen würde für einen Artikel auf Netzpolitik.org ist folgendes: In meinem lokalen Arbeitsamt gibt es kein WLAN. Das ist auch nicht nötig, denn selbst auf den Fluren und in den Wartebereichen sind alle paar Meter Netzwerksteckdosen.
Wenn ich das Nächste mal da aufschlage, klemm ich mal nen Laptop an und lausche ins Kabel .. mal sehen was mir da so an "geheimen" Daten und Passwörtern in den Laptop flutscht.

Die Ergebnisse findet ihr, wie immer, bei Markus Beckedahl

Ungeordnet war auch der Mitarbeiter der mich des Standes auf der CeBit verwies. Der Stand war vom Land Brandenburg und dort wurde eine neue Bürgerverwaltungssoftware vorgestellt. Basierend auf Oracle. Meine Sicherheitstechnischen Bedenken wurde kein Ohr geschenkt, mein Beharren, das Oracle nicht sicher ist wurde abgeschmettert.

Wer hat Lust? Ich lass da die Finger von, das ist mir zu heiss. Aber es muss doch irgendwo nen Script-Kiddie geben, daß mittels folgender Skripte die in ihrer Überheblichkeit mal in die Schranken weist. Aber bitte keine Daten veröffentlichen! Einfach eine CD mit nem Dump an Markus Beckedahl schicken .. der kümmert sich um den Rest :-)

Und warum ich heute so viel tippe?
Mein Raum ist erfüllt vom wunderbaren Klicken einer IBM Model M 1391403 die ich gestern gegen den unglaublich guten Preis eines Kasten Bier eingetauscht habe. 15,36€ für ein Model M ... HAMMER!

Eventuell habe ich dort noch eine Option auf ein weiteres, das dann als HotSpare in meinem Regal vergammeln wird. Model Ms sind unkaputtbar.

Gruß
Aegre Reminiscens

Mittwoch, 25. November 2009

R. Murdoch lässt sich von Microsoft ins Bein schiessen

Jeder kennt Zeitungen wie z.B. das "Wall Street Journal" und "'The Times". Diese Zeitungen gehören, genaue wie z.B. das Portal MySpace zu der Firma -"News Corp.", welche Google gehört.

Es gibt Gerüchte, die in den letzten Wochen immer lauter wurden, dass Rupert Murdoch Googles Servern verbieten will, die eigenen News-Seiten nach News zu durchsuchen.
Das würde ihn, so schätzen Experten, 30-40% seiner Visits kosten.

Der Dienst Google News durchsucht automatisch diverse Webseiten um dann die Gesamtnews gebündelt zusammenzustellen. Diese Seite ist bisher noch werbefrei, in den USA aber bereits schon beworben. Für mich ist das vollkommen in Ordnung, denn Google hat auch Kosten für Server und Co, und schließlich wird hier eine Dienstleistung kostenlos angeboten. Ein kleiner Werbebanner auf der rechten Seite, in dem sowieso recht unauffälligen AdSense-Design ist meiner Ansicht nach völlig ok.

Aber Rupert findet es ungerecht, daß Google daran verdient, wenn Google Leute auf seine Seiten weiterleitet. Es gibt auch in den USA Meinungsfreiheit, also soll er das ruhig denken.

Die daraus gezogene Konsequenz ist aber folgende: Er will Google verbieten (was technisch sehr leicht möglich ist) seine Seiten zu indexieren (also in die News-Datenbank aufzunehmen), weil Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing ihm Geld dafür bezahlt wenn er das tut. Danach sind die Murdoch-Inhalte nur noch über Bing erreichbar.

Natürlich ist das gut für Microsoft, denn in ihrer beschränkten Denkweise sind die der Meinung "Google ist zu groß, wir wollen auch was vom Kuchen", also wird versucht exklusive Inhalte zu erzeugen. Die Idee ist gar nicht mal schlecht, aber da jede Information sobald einmal im Netz auf zig Seiten verfügbar ist, ist niemand auf die Informationen der News Corp. angewiesen.

Wenn ein Lebensmittelhersteller von einem Konkurrenten Geld dafür bekommt, das er seine Produkte ausschließlich bei ganz kleinen Läden mit ganz wenig Marktanteil anbieten darf, und dem auch noch zustimmt, dann würde jeder halbwegs normal Denkende den Hersteller in die Psychatrie einweisen. Aber genau das passiert hier, denn Bing hat einen lächerlich geringen Marktanteil.

Es ist vollkommen unwichtig, ob Microsoft es schafft die eigene Softwarepalette zu verbessern, wenn die Geschäftsführung weiter solchen Brainfuck von sich gibt, dann schaffen die es auch mit ausreichend Kunden und schwarzen Zahlen sich selbst zu zerstören. Langfristig ist das gut für Linux.

Gruß
Aegre Reminiscens

Dienstag, 24. November 2009

Microsoft Office 2010

Hey Leser,

ich bin in den unendlichen Weiten des Internets mal wieder über etwas gestolpert, was mir absolut die Sprache verschlagen hatte.

Eigentlich wollte ich heute über meine Geburtstagsparty am Samstag schreiben, aber dies hat gerade mal Vorrang.

Die Firma Microsoft hat die Beta der neuen Office-Version (2010) veröffentlicht und jeder kann sich diese kostenlos laden. Naja, zumindest die, die über eine Microsoft-Live-ID verfügen oder bereit sind sich eine zu holen. Die Beta ist bis Oktober 2010 benutzbar.

Das Viral zu der Software ist so unglaublich grottenschlecht, wie ich es noch nichtmal Microsoft zugetraut hätte. Obwohl technisch und stilistisch sehr aufwendig produziert, so ist es doch vollkommen am Thema vorbei.



Fassen wir zusammen:

Von einem Office-Produkt erwarte ich:
Stabilität, Verlässlichkeit, gute Usabilitiy, konstant gute Leistung, daß es sich im Hintergrund hält (es ist nur ein Werkzeug!) und einfach nur tut was ich sage.

Das Viral suggeriert:
Konflikte, Task Forces, Special Weapons, Verhöre, Stress, Diskussionen, Auffälligkeit (es bleibt nicht im Hintergrund)

Ich WILL keine Task Force benötigen um einen Brief zu schreiben, oder Special Weapons für Excel. Ich WILL auch keine Konflikte und Probleme. Verhöre um die Informationen zu bekommen die ich brauche, will ich auch nicht. Entweder es spuckt ohne Probleme das aus, was ich will, oder ich greife zur (kostenlosen) Konkurrenz.

Ist man bei Microsoft Beratungsresistent, Taub, Blind und Dumm? Der User will einfache, simple Software die tut was er will, und das stabil. Das Video suggeriert das komplette Gegenteil.

Btw: Wenn das ganze ein Film werden würde, dann wäre er wohl mindestens so gut, daß man sich den mit nen paar Kumpels und nem Kasten Bier, natürlich raubkopiert, mal geben könnte. Aber vergesst niemals: Es geht um ein Werkzeug mit dem ihr eure tägliche Arbeit erledigen wollt.

Gruß
Aegre Reminiscens

Donnerstag, 19. November 2009

Tageszeitungen? Wofür?

Hey Leser,

das Internet bietet jedem User die Möglichkeit genau die News zu bekommen, die er möchte. Der User hat die Wahl, aber diese ist Qualvoll, denn es gibt über alles und jeden Informationen und News.

Dieser Beitrag veröffentlicht nun die Seiten, die ich regelmäßig besuche, und die Seiten die ich während der morgendlichen Aufwach-Routine besuche,als Ersatz für eine Tageszeitung, gedruckt auf viel zu dünnem Papier, einer Typographie die aus dem letzten Jahrhundert stammt und einem Volumen das nach wenigen Wochen jede Papiertonne zum Kapitulieren bringt.

Die morgendliche Routine:
  1. Lawblog
  2. Heise
  3. Venusreport
  4. Amy&Pink
Blogs die ich unregelmäßig, meist mehrmals pro Woche auf neue Beiträge überprüfe:
  1. Gadling allerdings nur "Galley Gossip" und die Beiträge von Kent Wien
  2. Oldschools Blog
  3. Flightlevel 390
  4. Toms Bestatterweblog
  5. Kopfschüttel Nebenbei der erste Blog den ich regelmäßig gelesen habe und der bei mir die Blog-Welle losgetreten hat
  6. Altenheimblogger
  7. Den Shopblogger
  8. Thomas Knüwers Blog "Indiskretion Ehrensache"
  9. Netzpolitik.org
  10. Den Hostblogger Manitu
  11. sowie den Blog meiner Schwester, den ich nicht verlinken werde, denn sie legt im Gegensatz zu mir keinen Wert auf Anonymität in ihrem Blog
Genial: Die unregelmäßig erscheinende Serie "Stadthunger" die irgendwann mal eine vollständige Geschichte werden soll. Zu finden bei Amy&Pink.
Surreal, Frech, Direkt. Manchmal eklig, aber immer unterhaltsam.

Alles was ich an News wissen will, finde ich auf diesen Seiten. Dazu gute Unterhaltung und interessante Texte. Etwas was selbst die besten Tageszeitungen nicht bieten können. Und wenn ich wirklich mal lachen will,dann les ich BILD. Aber nicht die Zeitung, sondern den Blog der die Recherchefehler und den schriftstellerischen Unsinn der BILD zusammenfasst. Den Bildblog

Liebe Tageszeitungen: Ihr seit Tot! Niemand braucht Paid Content, und niemand braucht schlecht recherchierte Artikel, die nur von einer DPA-Meldung abgeschrieben sind, die noch nichtmal richtig sein muss. Die Leute die für ein Stück Papier, das morgends neben dem Kaffee liegt auch noch bezahlen, werden wegsterben. Denn Digital Natives haben das nicht nötig. Die lesen das was sie wollen und nicht das was eine fremde Redaktion für interessant hält.

Dazu: Meine Papiertonne quillt eh jeden Monat über, warum sollte ich mir also bezahltes Papier ins Haus holen, das nochnichtmal zu 100% mit dem bedruckt ist, was ich lesen will?

Den großen Finanzblättern bescheinige ich ein etwas längeres Leben, als den Tageszeitungen, oder erst recht den Regionalblättern. Aber auch diese werden sich umstellen müssen auf Digitalen Content. In Zeiten von eReadernwie z.b. dem Kindle gibt es keinen Grund einzelne Artikel zu teilweise der Hälfte des Preises einer kompletten Zeitung zu verkaufen. Entweder man bezahlt einzelne Artikel nach ihrem Wert (Gesamtzahl Wörter der Zeitung geteilt durch Preis der Zeitung als Print multipliziert mit Anzahl der Wörter des Artikels) oder man geht unter. Und meine Rechnung ist noch nett, denn schließlich erspart ihr euch die Druckkosten,denn es kostet nur marginal mehr, ob ich einen Artikel auf einen Kindle sende, oder auf 5 Millionen.

Liebe Zeitungen, ihr seit dem Tode geweiht!

Gruß
Aegre Reminiscens

Donnerstag, 12. November 2009

Das beste Keyboard der Welt

Hey,

Derzeit benutze ich Billig-Keyboards von Tante Angelika R.
Das Stück kostet mich 3,00 - 3,50€. So ein Billig-Keyboard hält bei meiner Belastung (am Tag 50-80k Tastendrücke und jede Menge Asche) ca. 5-10 Monate, dann kommt es in die Tonne. Während dessen wird es wenigstens einmal komplett zerlegt und gereinigt, was aber auch nicht jedes Keyboard unbeschadet übersteht. Die Folientechnologie ist einfach nicht gut zu reinigen.

Heutige Keyboards bestehen aus der Taste, die Taste sitzt locker auf einem Gumminöppel.Im inneren des Nöppels ist ein kleiner harter "Stopfen".Wenn man die Taste runterdrückt, wird der Gumminöppel auf eine dreischichtige Folie gedrückt und verbindet die obere und untere Folie durch ein Loch in der mittleren Folie miteinander. Die Taste wird durch den Gumminöppel wieder hoch gedrückt.

Dieses System lässt sich äußerst günstig produzieren und hat inzwischen quasi überall Einzug gefunden. Nicht weil es gut ist, sondern weil die Menschen nicht nachdenken auf was sie tippen und nicht wissen, das es auch andere Technologien gibt.

Eine Option zu dieser Technologie ist die sogenannte Buckling-Spring-Technologie.
Buckling-Spring

Hier ist eine Stahlfeder in der Taste eingebaut, welche beim Drücken der Taste erst komprimiert wird und nach Erreichen einer kritischen Kompression kollabiert und damit knickt. Dabei entsteht das Geräusch "Klick" und im selben Moment löst die Taste aus. Durch den langsam ansteigenden Druck hat man ein exzellentes haptisches Feedback und spürt intuitiv den Druckpunkt exakt. Durch die bessere Führung der Tastkappe kann man eine Taste auch schräg antippen, ohne das sich diese verhaken kann.

Inzwischen werden wieder Tastaturen mit Buckling-Spring-Technologie gebaut, die Firma Unicomp hat das Patent von IBM übernommen und baut nun diese genialen Tastaturen wieder. Diese sind erhältlich ab 69US$. Nach oben sind wie immer (fast) keine Grenzen gesetzt.

Nur: Schlecht für Unicomp ist, das das legendäre Model M, dessen Patent Unicomp gekauft hat, so robust wie ein Panzer ist. Mit seinen 2,25kg Gewicht, zwei Stahlplatten im Inneren die die Mechanik schützt,doppelten Tastkappen, den Ablaufrinnen für Flüssigkeit im Inneren und dem robusten Gehäuse bekommt man diese Tastaturen einfach nicht kaputt.

Selbst Model-M-Tastaturen aus dem Jahre 1984, als vermutlich die erste Serie produziert wurde, sind heute noch selbstverständlich im Betrieb. Ein Liebhaber kennzeichnet sich hier nicht dadurch aus, das er "sein" Model M in der Vitrine hat, sondern das er es jeden Tag benutzt und hunderte Zeilen Text oder Code darauf schreibt. Ein Model M hält dem harten Büroalltag spielerisch stand, und wenn mal eine Tasse Kaffee hineinläuft, dann sind die Chancen auf jedenfall höher, das es nach gründlicher Reinigung wieder funktioniert, als bei jedem anderen Keyboard.

Und wenn es einmal hakt, dann öffnet man das Gehäuse, nimmt die Elektronik raus (was sehr einfach geht), stellt das gesamte Keyboard in den Geschirrspüler und hat dann wieder ein sauberes Keyboard. Sehr sinnvoll, denn wie jeder weiß sind die Computer-Keyboards in den Haushalten der schmutzigste Ort überhaupt!

Ich werde auf jeden Fall weiter probieren eine dieser legendären Tastaturen zu bekommen, und mich von jeder weiteren verlorenen eBay-Auktion nicht entmutigen lassen. Und falls jemand von meinen Lesern über ein Keyboard stolpert, so gleicht bitte die Seriennummer mit dieser Liste ab:

02K3817
71G4625
1397003
1397003
1394542
1391403
1390148
1390133

Am liebsten jedoch hätte ich ein 1391403 mit PS/2 (Vorsicht, diese Serie wurde auch mit AT-Anschluss gebaut)

Ich werde weiter suchen ... und sollte der glückliche Zufall passieren, das mir im Laufe der Jahre gleich zwei Model-Ms in die Hände fallen, so werde ich das eine zum ultimativen Nerd-Keyboard umbauen, in dem ich es komplett zerlege und dann in schwarzer Klavierlack-Optik lackiere, selbstverständlich ohne jegliche Art von Beschriftung.

Und nebenbei:Ja, es gibt ein Keyboard, gegen das ich ein Model M eintauschen würde.
Das Optimus Maximusaus dem Hause Art Lebedev ist zwar wunderschön und verdammt innovativ, allerdings auch so weit entfernt von der harten Realität meines Geldbeutels, daß ich mich lieber an das legendäre Model M halte.

Gruß
Aegre Reminiscens

Samstag, 31. Oktober 2009

Musikkritik

Hey Leser,

es passiert äußerst selten, das eine Band, die mit ihrem ersten Album meine Ohren die Ohren des Hörers vollkommen überzeugt hat, mit dem zweiten noch mehr punktet.

Normalerweise hat man sich an den Stil des Albums so gewöhnt, das jedes zweite, einfach weil es etwas anders ist, erstmal als schlechter wahrgenommen wird.

Man braucht dann einige Wochen oder Monate des Hörens um sich an den neuen Sound zu gewöhnen, bevor man es richtig genießen kann. So erging es mir bei Ayreon - 01011001 und bei Dream Theater - Black Clouds and Silver Linings. Inzwischen mag ich beide Alben, aber zu Anfang war es doch ein großes "Hmm" in meinem Kopf.

Völlig Gegenteilig war der einschlagende Effekt des neuen Albums des "Diablo Swing Orchestra". Das neue Album trägt den Titel "Sing Along Songs for the Damned & Delirious" und ist einfach unglaublich gut. Strange, schräg und noch grooviger als das Album davor ("Butchers Ballroom")

Von der ersten Sekunde, wo ich auf den, in voller Länge im Netz von der Band veröffentlichten Song "A Tap Dancers Dilemma" stieß, war klar "dies Album MUSS ich haben.

Seit ich es habe, läuft es hier rund um die Uhr. Es wird weder langweilig, noch beginnt es weniger zu grooven. Man hört die Musik und sie fährt einem sofort in die Beine. Gleichzeitig ist man immer wieder überrascht von der unglaublich großen Varianz dieser Musik.

Geniale Melodien wechseln sich ab mit Samba-Rythmen, begleitet von massiven und breiten Metal-Riffs. Ob arabisch-anmutende Klänge, Melodien die russischen Volksliedern entstammen, oder disharmonische Tonfolgen, alles wird unterlegt von einem perfekt auf den Punkt gespielten Schlagzeug, das dem ganzen einen mitreißenden Rythmus gibt.

Dem Namen entsprechend werden die meisten Songs im Swing-Rythmus gespielt, und die vorkommenden Instrumente sind für Metal absolut untypisch, passen sich aber perfekt in die Kompositionen ein. Der Hörer wird überrascht von Instrumenten wie z.B. Cello, Akkordeon, Sitar, Kuhglocke, Klavier, Querflöte, gezupftem Kontrabass und vielen anderen.

Rundum ein absolut geniales Album. Und da die Band noch einen zweiten Song im Netz veröffentlicht hat, möchte ich auch diesen euch nicht vorenthalten: "Lucy Fears the Morning Star".

Und für die Download-Faulen gibts beide Songs auch noch auf DuRöhre Youtube.





Gruß
Aegre Reminiscens

RFID-Song

Da hat jemand einen ziemlich coolen RFID-Song gebastelt, um die RFID-Problematik zu erklären.



Mein Perso läuft demnächst ab. Da ab dem 1.11.09 die neuen digitalen Personalausweise ausgegeben werden, werd ich mich nun mal umschauen nach einer Hülle, die die Funkantenne blockiert.

Auf der CeBit, wo das Frauenhofer-Institut diese neue Technologie vorstellte, sagten mir die Studenten, die diesen Abschnitt des Standes betreuten, das im nächsten Jahr (2010) Gratis-Hüllen verteilt werden, die die Funkstrahlung abschirmen. Die fanden das wohl auch nicht so toll, was sie da präsentieren müssen :-)

Crosspost aus Netzpolitik.org

Wunder? Erklärung bitte?

Auf meinem Handy ist Musik aufgetaucht. Viel Musik. Viel mehr Musik, als auf das Handy und die Speicherkarte passt!

Ich selbst habe folgendes auf mein Handy gespielt:
  • TomTom
  • OpenStreetMap-Deutschland komplett
  • Ayreon (3 Alben)
  • Ambeon komplett
  • Diablo Swing Orchestra (komplett)
  • Unexpect (komplett)
  • Infected Mushroom (zwei Alben)
aufgetaucht ist:
  • Deep Purple (Diskographie komplett)
  • Kiss (Diskografie)
  • Blumentopf (3 Alben)
  • van Helsing-Soundtrack
  • In Extremo (1 Album)
  • OpenOffice 3.0 incl JRE
kann mir bitte mal jemand erzählen, wie das alles auf eine 4GB-Speicherkarte passt? Die dazu noch laut PC, Kartenleser und Handy noch 1,2GB frei hat?

Das KANN nicht sein ..trotzdem sind alle Files intakt und abspielbar. Wo bitte kommt der Speicherplatz her?

Und warum findet der Player meines Handys die seltsame Musik die aufgetaucht ist, aber wenn ich die Speicherkarte nach allen Media-Files absuche, taucht die Musik nicht auf?

Ich besitze ein HTC P3470. Das hat nur einen Kartenslot. Und der ist besetzt. Und auf dem internen Speicherplatz ist nach Abzug des Betriebssystems nur 140MB und ist mit Fotos und Software fast voll.

WTF???

Gruß Aegre Reminiscens

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Weltuntergang wegen Lesefehler verschoben!

Hey Leser,

seit einigen Jahren geistert an Datum durch die Köpfe der Verschwörungstheoretiker, Esoteriker und Pseudo-Maya-Kenner.

Am 21.12.2012 sollte laut Maya-Kalender die Welt untergehen, denn der Maya-Kalender endet hier. Jedenfalls sagt man das.

Fakt ist: Der Maya-Kalender ist weit aus komplexer als es sich ein normalsterblicher Vorstellen kann. Basierend auf vier verschiedenen Kalendern mit jeweils 260 und 365 Tagen, sowie einmal 20 Jahren und alle 260 Jahre zählt der vierte Kalender eine zahl hoch.

Aufgrund einiger Rechenfehler wurde aber nun festgestellt, das der große "Baktun"-Kalender erst am 21., 22. oder 23. Dezember 2220 endet. Der Weltuntergang wurde also vorerst verschoben.

Nachdem mich der Y2K-bug nicht schocken konnte und der Maya-Kalender sowieso nicht, bleibt nur zu erwähnen, das der nächste große Kalenderfehler am unspektakulären Datum 19. Januar 2038 um 3:14:08 h UTC ansteht. Denn dann reichen die 32Bit eines Standard-Rechners heutiger Zeit nicht mehr aus um das Datum zu speichern. Was dann passiert kann niemand vorhersagen, aber die Verschwörungstheoretiker werden früh genug von diesem Bug erfahren um den passenden mystischen Hintergrund zu kreieren.

Quelle: NWT - 2012 wurde um zwei jahrhunderte verschoben

Wir lesen uns!
Gruß Aegre Reminiscens

Sonntag, 25. Oktober 2009

Denglisch und Anglizismen

Hallo Leser,

in letzter Zeit stoße ich immer wieder auf erbitterte Diskussionen und reißerische Schriften zum "Niedergang der deutschen Sprache". Ein besonders heftiges Interview mit der Sängerin Edda Moser, veröffentlicht von der FAZ, hat mich angeregt meine Meinung hierzu zu veröffentlichen.

Derzeit hat, wie man unschwer feststellen kann, die Sprache Englisch einen großen Einfluss aufs Deutsche. Die Oberschicht spricht meist fließend Englisch, und Englische Begriffe bürgern sich teils unbemerkt in die deutsche Sprache ein. Diese Entwicklung ist, verglichen mit dem Alter der deutschen Sprache (laut Wikipedia ca. 2100 Jahre) relativ neu, ich schätze, das die ersten englischen Begriffe vor ca. 15-20 Jahren begannen einzufließen.

Viele, oft ältere, Menschen kritisieren dies aufs schärfste, verwenden aber selbst, meist ohne es zu bemerken, sehr sehr oft Begriffe, die selbst nicht ur-deutsch sind, sondern auch eingeschleppt wurden.

Vor dem 10 Jahrhundert hatten die Römer, und damit die lateinische Sprache großen Einfluss. So stammt z.B. das heutige "Fenster" vom lateinischen "fenetre" und u.a. die Medizin hat dazu geführt, das sich noch mehr ursprünglich lateinische Begriffe im deutschen eingenistet haben.

Begriffe aus der Finanzwirtschaft, wie Brutto, Netto, Bank und Risiko stammen aus dem italienischen und wurden zwischen 1350 und 1650, während der Phase des Frühneuhochdeutschen eingeschleppt. Sie kommen uns vollkommen Deutsch vor. Begründet liegt dies darin, das Italien zu dieser Zeit Finanzwirtschaftlich weltweit überlegen war und darum die Einflüsse nach überall, auch nach Deutschland, abgestrahlt wurden. Später dehnte sich dies auf die Musik ab, so haben sehr viele Instrumentennamen und Bezeichnungen für Musikstücke, oder Abschnitte aus Musikstücken italienische Herkunft. Als Beispiel sei zu nennen: Cello, Violine, Allegro, Andante, Bratsche usw usf.

Während und vor der französischen Revolution, waren die französischen Könighäuser für viele Adels-und-Königsfamilien deutscher Herkunft kulturelles Vorbild. Französisch galt als Modesprache und unglaublich viele Begriffe aus dem französischen fanden Einzug ins Deutsche. Als Beispiel sei zu nennen: Ball, Ballett, Promenade, Kompott, Kotelett, Marmelade, Portemonee, Frisur, Garderobe, Kostüm, Armee, Leutnant, Offizier.

Selbst unter Deutschen sprach man in der Oberschicht meist Französisch. Es galt als schick.

Diese Entwicklung ist jetzt auch zu beobachten. Deutsche Top-Manager fordern teilweise, wenn auch (noch) vereinzelt, das Interviews in Englsch gehalten werden, auch wenn der Interview-Partner der deutschen Sprache mächtig ist. Und wer schonmal einen Business-Analysten oder PR-Agent über seine Arbeit hat reden hören, der wird nicht mehr genau differenzieren können, ob er jetzt mehr deutsch, oder mehr Englisch spricht.

Die Vergangenheit zeigt also, das die Vielfalt der deutschen Sprache, das Klangbild der deutschen Sprache immer geprägt war und geprägt ist durch äußere Einflüsse. Manche sind älter, manche Einflüsse entstehen gerade erst. Allerdings lässt sich, außer z.b. bei Wein, vom Alter einer Sache oder Gewohnheit äußerst selten auf den Wert schließen.

Es ist also ein Zeichen von großer Konservativität (und ich verwende dieses Wort hier in einem äußerst negativen Kontext), wenn man die Anglifizierung der deutschen Sprache kritisiert, aber gleichzeitig seinen Gesprächspartner bittet das Fenster zu öffnen und ein paar Stunden später sein Portmonee zückt um auf der Bank einen Kontoauszug zu ziehen um herauszufinden wieviel Netto vom Brutto man diesen Monat hat.

Für viele, als deutsch angesehene Wörter, gibt es gar keine deutsche Entsprechung. Trotzdem versuche ich oben beschriebenen Satz einmal in Ur-Deutsch zu übersetzen.

...aber gleichzeitig seinen Gesprächs[...] bittet das Windloch zu öffnen um ein paar Stunden später seinen Geldbeutel zu zücken um einen [...]auszug zu ziehen um herauszufinden wieviel Sauber vom Dreckig man diesen [...] hat.

Ich vermute mal, das ich mindestens die Hälfte aller nicht-deutschen Begriffe in meinem Beispielsatz vergessen habe.

Liebe Anglizismen-Feinde: Euer einziges Argument ist, das der englische Einfluss noch nicht so alt ist, wie der französische, italienische oder lateinische Einfluss. Aber ihr selbst verwendet ständig Wörter, die aus dem Einfluss anderer Sprachen stammen. Das kann doch nicht euer ernst sein?

Keine Sprache ist "besser" als eine andere. Und das Alter oder das Fortbestehen eines fremdsprachigen Einflusses einer anderen, natürlich gleichwertigen, Sprache kann nicht wirklich ein Argument sein.

Bye
Aegre Reminiscens

edit:
Ergänzung: Sängerin Edda Moser lässt ihre Gesangsschüler für jedes "okay" 1€ Strafe bezahlen. Weil "okay" laut ihr einer der schrecklichsten Anglizismen ist, die es gibt.

Sie ist im Irrtum. Okay stammt von "en quai" (französisch) und heisst übersetzt "auf dem Kai [Uferbefestigung für Schiffe zum Anlegen]". Dies ist eine Kurzform von "Die Ladung des Schiffes ist entladen und auf dem Kai"

Was ist Google Wave?

Zuallererst: Ich, ja genau ich, habe einen Google-Wave-Account!

(Warum das was besonderes ist, steht weiter unten)

Seit ich einen solchen Account habe, steht seit einigen Tagen in allen meinen Away-Messages "Wer hat außer mir einen Google Wave Acc?"

Das provozierte einige meiner Bekannten und Freunde mich zu fragen "Was ist eigentlich Google Wave?"

Dieser Frage versuche ich jetzt nachzugehen. Meine kurze Antwort ist darauf: "Stell dir vor, Microsoft Groove, Skype, Outlook und ein Browser springen ins Bett und haben einen großen GangBang. Daraus entsteht ein Kind (ja, es hat mehr als zwei Eltern) ... das Kind wird von nem genialen GUI-Designer erzogen und wurde Google Wave genannt.
Verstanden? Nein?

Ok. nochmal in langsam.

Stellt dir vor, du sitzt mit ein paar Leuten in einem Konferenzraum und ihr bearbeitet oder entwerft ein Dokument. Face-to-Face klappt das recht gut. Aber stellen wir uns vor zwischen jedem von euch liegen 1000km, dann braucht ihr Programme die euch dabei helfen. Wenden wir das Fallbeispiel auf die beschriebene Software an:

Microsoft Groove:
Jeder kann Änderungen und Vorschläge machen. Jeder kann das Dokument bearbeiten und Änderungen oder Kommentare einfügen. Groove kümmert sich darum das jeder automatisch die aktuelle Datei hat. Aber sobald zwei Leute gleichzeitig am selben Dokument arbeiten wollen, hagelt es Fehlermeldungen, oder noch schlimmer: Es entstehen Duplikate, von denen nachher keiner mehr weiß welches aktueller ist und wer welche Änderung gemacht hat.

Skype:
Ihr könnt problemlos das Dokument hin und her schicken, prima Chatten, und euch sogar per Stimme unterhalten. Aber spätestens nach der dritten Änderung hat keiner mehr eine aktuelle Version des Dokuments vor sich und niemand weiss mehr was geändert wurde. Wenn nach 1h Arbeit jemand neues dazu kommt, dann hat der Schwierigkeit sich einzufinden, denn er hat keine Chance vorherige Schritte nachzuvollziehen, außer jemand erklärt sie ihm (zeitaufwendig)

Outlook
Alles geht per E-Mail. Ein richtiger Dialog findet nicht statt. Sobald eine Diskussion stattfindet, sehen die Betreffzeilen innerhalb weniger Minuten so aus: "Re: Re: AW: RE: Re: Re: Diskussion" und jemand der neu ins Team kommt, muss sich erstmal zwei Stunden durch alte E-Mails fuchsen, bevor er weiß was Sache ist. Vorteil: Jeder Schritt ist zumindest theoretisch nachvollziehbar, wenn auch aufwendig. Desweiteren ist auch hier das Problem das nach wenigen Änderungen jeder eine verschiedene Version vor sich hat und niemand mehr weiß was aktuell ist, und was bereits gestrichen oder geändert wurde.

Browser:
Natürlich könnte man einen Server anmieten, ein Forum installieren und jeden anweisen den Volltext des Docs bei jedem Post zu kopieren und jede seiner Änderungen farblich zu markieren. Steht aber in keinem Verhältnis zum Aufwand. Vorteil: Niemand braucht Software auf seinem Rechner zu installieren, man kann auch von einem Internet Cafe oder vom Computer eines Freundes eben mal nachschauen wie es um das Dokument steht.

Google Wave:
Vereint quasi alle Vorteile der verschiedenen Varianten.
Das Dokument wird im Browser bearbeitet, mittels der Replay-Funktion spielt Google Wave jedem später dazustoßenden Team-Mitglied jede Änderung nochmal vor. Jede Änderung wird automatisch markiert und einer Person zugewiesen und zwei Personen können gleichzeitig im selben Dokument arbeiten, ja, sogar in der selben Zeile. Gleichzeitig kann Google Wave problemlos Umfragen,Bilder, Videos, Musik usw einbinden und wird in Zukunft noch viel mehr einbinden können, denn die Programmier-Schnittstelle (API) ist freigegeben und jeder Programmierer der Welt kann Tools und Gadgets dafür entwickeln.

Man kann auf Posts antworten, oder auch nur ein Wort kommentieren, auf den Kommentar antworten und ganz woanders ein längeres Argument ausdiskutieren, ohne das die Übersichtlichkeit verloren geht. Und wenn das Dokument fertig ist, lässt es sich äußerst einfach (ein Klick) von allen Diskussionen, Anmerkungen und Co bereinigen und man hat das Ergebnis perfektem Teamwork vor sich.

Jeder sieht jederzeit was jeder andere macht. Denn jeder getippte Buchstabe wird einzeln übertragen, und nicht erst übertragen, wenn ich eine Message geschrieben habe und diese gesendet habe.

Und: Google Wave lässt sich komplett in Blogs und Homepages einfügen und verhält sich dort genau so, als wenn man auf der Google-Seite ist. Natürlich vollkommen interaktiv.

Und warum ist mein Account was besonderes?

Ich denke, jeder Leser hat sich bereits gewundert, wie eine so hohe Interaktivität und Interoperabilität überhaupt im Browser funktionieren kann. Das wundert mich auch jedesmal wenn ich Google Wave öffne. Aber Fakt ist: Es läuft!

Aus diesem Grund hat sich quasi jeder Nerd die Finger nach einem GoogleWave-Account geleckt, allerdings wurden nur 100.000 Test-Accounts weltweit verlost. Sehr viele sind also leer ausgegangen. Denn Google Wave ist bisher nicht veröffentlicht, es läuft noch als Test.

Leider schweigt sich Google darüber aus, wann es veröffentlicht wird. Die einzige Aussage, die man erfährt ist "in ein paar Monaten".

Und wer zufälligerweise auch einen GoogleWave-Account hat, der soll sich bitte bei mir melden, denn es ist verdammt langweilig, wenn man nur eine Person weltweit kennt, die auch einen Account hat :-)

Gruß Aegre Reminiscens
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